ACHTSAME RAUMPFLEGE

Neu war an meinem Angebot, neben dem professionellen Einsatz ökologischer Reinigungsmittel (heute Sonett), das partnerschaftliche Arbeiten, die Unterstützung, das Umstellen auf ökologische Raumpflege. Wenig Bewusstsein gab es für die Veränderungen sowohl des ökologischen Angebots als auch der Oberflächenbeschaffenheiten von Räumen und Möbeln. Noch heute ist werterhaltendes Putzen ein schwieriges Thema. Gewässer werden nach wie vor mit grossen Anteilen von Reinigungsmitteln und Abrieb von Mikrofasern belastet. Das Konzept der Achtsamkeit war auf Klöster und esoterische Schulen beschränkt. In meiner Arbeit versuche ich, Alltägliches und Spirituelles neu zu verbinden mit ökonomischer Effizienz, das nennt man nachhaltiges Handeln.

Bald kamen die ersten Anfragen nach Schulungen in Betrieben, die ökologisch, das heisst menschen- und umweltgerecht, putzen wollten aber nicht wussten, wie. Daraus entwickelte sich die "Putzschule KaZaugg": International unterrichte ich Private und Berufsleute, Firmen und Institutionen in Achtsamer Raumpflege. Ich entwickelte die "Kunst des Reinigens von A - Z". Mit den Jahren ist ein Kursprogramm entstanden: Das Wichtigste daran ist die Animation zum schonenden Putzen, zum lustvollen Einsatz der seelischen und körperlichen Energien beim Gestalten der Reinigungsarbeiten.

Ich publiziere zu Aspekten der "Theorie und Praxis der Achtsamen Raumpflege" in eigenen Artikeln, in Interviews in Radio, Fernsehen und Zeitungen, um der Raumpflege zu mehr Respekt zu verhelfen.

Putzfeste wollte ich anregen: Menschen anstiften, gemeinsam statt einsam zu putzen, aus dem Alltäglichen ein Fest zu machen.

Eltern auf die Putzlust der Kinder aufmerksam machen, sich von ihnen anleiten lassen, mit Hingabe das Putzen zu spielen.

Paare entlasten, für die Putzen zum "Krisenherd" geworden war.

Menschen, deren Räume in Chaos und Schmutz versunken waren, bot ich Begleitung beim Ordnen und Instand putzen an. Unterdessen hat man für sie den gefühllosen Begriff "Messie" geprägt. Mir wurde oft eindrücklich vor Augen geführt, dass ein achtsames Abtragen der Berge von Abfall und Geschirr mit der Zeit neue Lösungen möglich macht oder die Bereitschaft wachsen kann, die Wohnsituation zu ändern. Die im Chaos gestaute Energie muss erkannt und sorgfältig abgeleitet werden.